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Jägersprache

 

 

 Die Jägersprache oder Waidmannssprache ist die Sondersprache der Jäger. Sie ist mit etwa 6 000 Ausdrücken eine der wortreichsten Fachsprachen und über viele Jahrhunderte hinweg entstanden ist. Sie ist Kulturgut und unabdingbar mit dem Waidwerk verbunden.                 

Da die Weidmannsprache nicht in allen Teilen unseres Landes einheitlich gesprochen wird, gibt es vielmehr landschaftlich bedingte, bei einigen Ausdrücken zum Teil mundartliche Abweichungen. Aufgabe aller Weidgenossen muss es sein, unsere Weidmannssprache als wichtigen Bestandteil des jagdlichen Brauchtums und wertvolles Kulturgut zu pflegen und weiterzuentwickeln. Die Weidmannssprache kann als Kommunikationsmittel der Jäger nur dann wirksam werden, wenn sie jeder Jäger beherrscht. Die ersten nachweisbaren Ausdrücke der Jägersprache sind schon im 4. Jahrhundert und in Rechtsurkunden des 7. bis 11. Jahrhunderts zu finden.

Die Waidmannssprache dient nicht, wie so mancher vermuten mag, zur Abgrenzung der Jäger vom Rest der Welt, sondern stellt ein sehr effizientes Mittel zur Beschreibung der Umwelt eines Jägers dar.

 

 

Die Jägersprache war nie etwas Starres, sie hat sich laufend verändert. Sie musste sich auf neue Jagdarten und neue Wildarten einstellen. Die heutige Jägersprache orientiert sich dementsprechend an der modernen Jagdpraxis.

 

 

 

 

Die Waidmannssprache unter Jägern bringt nachvollziehbare Vorteile. Sie fängt jagdlich wichtige Feinheiten ein.

 


Ein Gespräch zweier Jäger:

Am 1. Mai sind die Böcke aufgegangen. Ich bin sofort auf Abendanstand gegangen. Auf dem Weg zur Kanzel erblicke ich in der Ferne einen Infanteristen, der noch Schonzeit hat und damit nicht frei war. Als ich nach seinem Geläuf suchte, um am Sporn das Alter zu bestimmen, brach aus der Dickung ein Überläufer aus. Mit meiner Bockbüchsflinte trug ich einen Schuss an. Leider lag der Überläufer nicht im Feuer. An der Anschussstelle konnte ich Schweiß und Losung entdecken, vermutlich ein Waidwundschuss. Nachdem ich den angeschweißten Überläufer krank werden ließ, nahm ich die Nachsuche auf. Die Nachsuche war erfolgreich. Ich habe das Stück vor Ort versorgt und nach dem Aufbrechen den letzten Bissen gegeben.

 

Anglizismus

Die Jägersprache ist nicht frei von äußeren Einflüssen. Einflüsse der englischen Sprache in die deutsche Sprache,  schleichen sich ein.

Beispiele sind „Hasenmonitoring“; „Wolfsmonitoring“; „Wildfifemanagement“; „Crossover-Strategie“. Diese Funktionärssprache sollte sich nicht in der breiten Jägerschaft durchsetzen.